#121 Tragfähig

  • Juni 2017
  • 2 min

Wohin mit dieser Wahrheit Die dem Widerspruch entsprungen Die im Kampfe hart errungen Und den Sieger isoliert Wohin mit diesem Streben dann Auch von dem Preis zu geben An Augen, Ohren, bebend Herz Bereit zu stellen sich dem Schmerz?

Wohin mit dieser Wahrheit Wenn die Orte sich verweben Rote Fäden sich ergeben Während Konsens sich verliert

Wohin mit dieser Wahrheit Deren Macht sich Reiche beugen Oft verschlungen ihre Zeugen Macht nur aufzeigt, niemals gibt

Wohin mit diesem Streben Ganz in Wahrheit aufzugehen Wenn im Widerhall der Sprache Lärm aus Worten Laute formt Bis selbst auf Lauten folgt nur Stille Jedes Streben sich entwinde Endlich auch Wille gibt sich auf Ein letzter, erster Schrei – horch auf! Erschüttert wird der Welten Lauf Wo Angesicht zu Angesicht Endlich von Wahrheit leuchtend spricht Welch fröhlich Ton im Beisein schwingt Wenn Schmerz, die Angst vor Todgeburt Erst glücklich überwunden Wo wahre Worte Frieden künden

Wohin mit dieser Wahrheit, fragst du Müde des Ertragens Pflicht Sie stoße, dränge, forme dich Denn wenn erst sie gut Platz gefunden Und feierlich entbunden Den Träger des Ertragens Pflicht Trotz aller Qualen der Geburt Wird dir nicht fehlen ihr Gewicht Zu stützen und zu leiten dich

So sei sie dir manch guter Freund Solange sie dich bürde Wohlan nun, Krieger, ohne Scheu Verfechte sie mit Würde

Nach und nach Aufblühen...

...in Form von Geschichten, Einsichten und bisweilen auch Workshops & Vorträgen.

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